Checkliste

Recruiting: Was es zu beachten gilt

Die Zeiten von Post & Pray im Recruiting sind vorbei. Wer die besten Kandidatinnen und Kandidaten gewinnen will, sollte sich sorgfältig mit dem Rekrutierungsprozess auseinandersetzen. Untenstehende Checkliste unterstützt Sie dabei.

  1. Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen. Wie denkt sie? Wie informiert sie sich? Welche Interessen hat sie?
  2. Wenn Sie ein Produkt bewerben, erstellen Sie in der Regel einen Mediaplan. Die zu besetzende Stelle ist Ihr Produkt. Nehmen Sie sich Zeit, die richtigen Kanäle zu evaluieren.
  3. Probieren Sie neue Kanäle aus. Es gibt zahlreiche Nischenplattformen: mit regionalem Fokus, mit vertikalem Fokus, solche mit Unterstützung von Social-Media-Möglichkeiten usw. – Riskieren Sie auch mal etwas. Die Kosten sind sehr überschaubar.
  4. Überlegen Sie sich den möglichen quantitativen Eingang von Bewerbungen. Sind Sie einem möglichen grossen Ansturm gewachsen? Können Sie in vernünftiger Zeitfrist antworten? Wenn nein, erwägen Sie, Ihre Suche auf andere Methoden zu verlagern. Jede Kandidatenenttäuschung schadet Ihrer Arbeitgebermarke.
  5. Messen Sie möglichst alle Massnahmen so genau wie möglich. Es liegt (meistens) nicht an den technologischen Möglichkeiten, dies nicht zu tun. Definieren Sie die für Sie wichtigen KPIs und verfolgen Sie deren Entwicklung.
  6. Investieren Sie in Ihre Arbeitgebermarke. Denken Sie auch mittel- und langfristig. Nur durch eine Profilierung und Differenzierung werden Sie als einzigartiger Arbeitgeber wahrgenommen.
  7. Ihre Karriereseite ist Ihre Visitenkarte zum Kandidatenmarkt. Hegen und pflegen Sie sie. Stellen Sie Ihre Firma dar, wie sie ist. Zeigen Sie selber Gesicht. Ihre Kandidaten wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben.
  8. Bringen Sie echte Inhalte in Ihre Anzeigen. Teilen Sie mit, wer Sie sind und warum Kandidaten ausgerechnet bei Ihnen arbeiten sollen. Vermeiden Sie austauschbare Plattitüden. Verlangen Sie nicht nur, geben Sie auch preis.
  9. Ihre Kandidaten besorgen sich Informationen zunehmend über mobile Endgeräte. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Karriereseite und Ihre Anzeigen dafür optimiert sind.
  10. Denken Sie über unterschiedliche Bewerbungsprozesse und -verfahren nach. Je schwieriger eine Stelle nachzubesetzen ist, desto offener sollte eine Kontaktaufnahme (nicht eine Bewerbung!) für den Kandidaten möglich sein.
  11. Lernen Sie die Möglichkeiten des Internets nutzen. Am besten sprechen Sie dazu mit Ihrem (Online-)Marketingleiter und eruieren gemeinsam relevante Möglichkeiten für das Recruiting.
  12. Social Media können Ihr Recruiting unterstützen. Gewinnen Sie dafür Ihre Mitarbeiter als Markenbotschafter.
  13. Überzeugen Sie Ihre Geschäftsleitung und die Linie, wie wichtig Recruiting ist und dass es noch wichtiger werden wird. Sie benötigen die notwendige interne Aufmerksamkeit und Überzeugungskraft, um an Budgets und Ressourcen zu gelangen.
  14. Bleiben Sie am Ball. Informieren Sie sich über Trends. Vernetzen Sie sich. Werden Sie zum Know-how-Träger. Tauschen Sie sich mit Ihresgleichen und Experten aus.
  15. Anerkennen Sie den Paradigmenwechsel. Kommunizieren Sie auf Augenhöhe mit Kandidaten. Und stellen Sie sich und Ihr Unternehmen authentisch dar.
  16. Machen Sie es Kandidaten einfach, Sie zu mögen. Beseitigen Sie prozessuale Hürden. Legen Sie Wert auf stilvolle Kommunikation. Sprache ist wichtig. Bilder und Videos ebenfalls.

 

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Michel Ganouchi ist Inhaber der recruma gmbh (www.recruma.com) sowie Direktor Schweiz der DEBA (Deutsche Employer Branding Akademie). Der ehemalige Country Manager von Monster berät Unternehmen, wie sie zur Arbeitgebermarke werden, unterstützt ihr HR-Marketing und zeigt, wie man Social Media im Recruiting nutzt.

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