144 Kündigungen am Spitalzentrum Biel

Das Spitalzentrum Biel ist von einem Personalexodus betroffen. Von Anfang 2017 bis Ende August haben 144 Mitarbeitende ihren Arbeitsvertrag gekündigt, wie der Berner Regierungsrat am Montag bekanntgab. Frühpensionierungen sind mit eingerechnet.

Biel (sda). Zu den Hintergründen könne er keine Angaben machen, schreibt er in seiner Antwort auf eine Interpellation aus SP-Reihen. Die Gründe würden nämlich nicht zentral erfasst und ausgewertet. Das Spitalzentrum Biel hatte letztes Jahr rund 1000 Vollstellen, wie der Website des Hauses entnommen werden kann.

Das Spital hat einen Direktorenwechsel hinter sich. Bruno Letsch nahm im September den Hut, ein halbes Jahr früher als geplant. Die Geschäftslage habe sich nicht wie gewünscht entwickelt, schrieb das Spital damals. Sein Nachfolger Kristian Schneider nahm seine Arbeit Anfang November auf.

Die Kündigungen gehen nicht spurlos am Spital vorüber, wie der Regierungsrat einräumt. So könne der Weggang von Kaderärzten dazu führen, dass sich Patienten und zuweisende Ärzte ebenfalls neu orientierten. «Die Einbussen werden grösser, wenn kurzfristig mehrere Kaderärzte kündigen», wie dies zurzeit in Biel der Fall sei.

Der Verwaltungsrat habe auf die Situation aber umgehend reagiert. «Geeignete Massnahmen» würden derzeit umgesetzt. Ziel sei eine Stabilisierung des Personalbestandes und eine deutliche Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.