HR Today | 10/2009 | Text: Sabine Schritt
Das HR-Team Spital Zollikerberg
Das Spital Zollikerberg trägt als Privatspital mit öffentlichem Leistungsauftrag und 200 Betten zur medizinischen Versorgung des Grossraums Zürich bei. Jährlich werden dort rund 7000 stationäre und 20 000 ambulante Patienten aller Versicherungsklassen behandelt und betreut. Das Spital Zollikerberg beschäftigt rund 800 Mitarbeitende. Es ist Teil der Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule, welche neben dem Spital auch einige Alters- und Pflegeheime betreibt.
Auf welchen Aspekt richten Sie in Ihrem Team im Moment Ihr besonderes Augenmerk?
Im Moment sind wir stark mit der Integration operativer Abläufe einiger Stiftungsbetriebe in die HRM-Abteilung des Spitals beschäftigt. Ziel ist, die Kompetenzen dieser Abteilung auch drei Alters- und Pflegeheimen sowie der Stiftungszentrale zur Verfügung zu stellen.
Wie motivieren Sie Ihr Team?
Mir ist es sehr wichtig, dass meine Mitarbeiterinnen ihr Aufgabengebiet selbständig betreuen können. Vertrauen, Wertschätzung, aber auch ein Lachen sind mir im Alltag wichtig.
Wenn Sie Ihr Personalbudget verdoppeln könnten, wofür würden Sie das zusätzliche Geld ausgeben?
In Zukunft wird die demografische Entwicklung eine grosse Rolle spielen, andererseits wird heute zu wenig Personal im Gesundheitswesen ausgebildet. Mit der Traumvorstellung, das doppelte Personalbudget zur Verfügung zu haben, würde ich einen grossen Teil in ein Projekt stecken, welches die Arbeitserhaltung aller Mitarbeitenden im Gesundheitswesen im Fokus hat. Dazu gehören attraktive Arbeitszeitmodelle im Schichtbetrieb, Modelle für ältere Mitarbeitende oder Workshops 50plus. Den anderen Teil des Budgets würde ich für interdisziplinäre Projekte verwenden, die die Zusammenarbeit und die Kultur fördern und festigen.
Was macht Ihrer Meinung nach einen guten HR-Manager aus?
Er muss die Bedürfnisse des Betriebs, aber auch der Mitarbeiter kennen, hierfür ist auch Nähe wichtig. Dass eine «virtuelle» HR-Hotline den Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht wird, kann ich mir nicht vorstellen.
Wo sehen Sie für Ihr Team die grössten Aufgaben in den kommenden Monaten?
Neben der Integration der Stiftungsbetriebe wird die grösste Herausforderung sein, genügend gut ausgebildetes Personal rekrutieren zu können. Wir müssen uns weiter als attraktiven Arbeitgeber positionieren. Ein Ansatz ist, als Ausbildungsbetrieb die Auszubildenden so von unserem Betrieb zu überzeugen, dass sie als ausgelernte Fachkräfte unserem Spital den Vorzug geben.
Nach welchem Motto arbeiten Sie zusammen?
Gemeinsam sind wir stark.