Donnerstag, 28.08 2008
Neuenburg (sda) Der Schweizer Arbeitsmarkt befindet sich nach wie vor in einer guten Verfassung. Die Zahl der Erwerbstätigen und der Beschäftigten nahm im zweiten Quartal zu. Doch das Wachstum hat sich verlangsamt, die Konjunkturabkühlung macht sich bemerkbar.
Am Ende des zweiten Quartals 2008 zählte die Schweiz 4,5 Millionen Erwerbstätige. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind das 2,3 Prozent mehr, wie aus dem vierteljährlich publizierten Beschäftigungsbarometer hervorgeht.
Die Zunahme der Erwerbstätigkeit fiel bei den Frauen (+2,8 Prozent auf 2,007 Millionen) stärker aus als bei den Männern (+1,9 Prozent auf 2,493 Millionen), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Die Zahl erwerbstätiger Frauen überschritt damit erstmals die Grenze von 2 Millionen. Die Frauen repräsentierten 45 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz.
Wie in den Quartalen zuvor ist die Zunahme der Zahl der ausländischen Erwerbstätigen erneut deutlicher (+4,0 Prozent auf 1,204 Millionen) gestiegen als jene der Schweizer (+1,7 Prozent auf 3,296 Millionen). Damit wirkt sich die seit Juni 2007 geltende Personenfreizügigkeit weiter aus.
Die Zahl der Beschäftigten nahm innert Jahresfrist um 2,4 Prozent auf 3,924 Millionen zu. Im Industrie-Sektor betrug das Plus 2,4 Prozent, im Dienstleistungssektor waren es 2,5 Prozent. Gegenüber den Vorquartalen stellt dies eine leichte Verlangsamung des Wachstums dar. Als Beschäftigte gelten Personen, welche eine Stelle besetzen. Wer mehr als einen Job hat, wird somit mehrmals erfasst.
In der Industrie war das Wachstum am stärksten in Firmen, die medizinische Geräte, Präzisionsinstrumente und Uhren herstellen (+7,5 Prozent) sowie im Maschinenbau (+3,4 Prozent). Demgegenüber stagnierte die Beschäftigtenzahl auf dem Bau.
Im tertiären Sektor trugen Dienstleistungsfirmen (+4,1 Prozent) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (+3,1 Prozent) am meisten zum Wachstum bei. Den stärksten Rückgang gab es im Detailhandel (-0,7 Prozent). Alle Grossregionen der Schweiz verzeichneten eine deutliche Beschäftigungszunahme. Den stärksten Anstieg realisierte die Genferseeregion (+3,5 Prozent).