Dienstag, 12.05.2009

Schweizer Topfirmen zahlen europaweit am besten

Die bestbezahlten Manager Europas sitzen in der Schweiz. Gerade in Krisenzeiten stossen die ungewöhnlich hohen Entlöhnungen kaum auf Verständnis.

Die Ende April publizierte Studie "2009 - Eurotop 100 Directors Remuneration" des Beratungsunternehmens Hewitt ergab, dass die Spitze der europäischen Topverdiener in der Schweiz sitzt. In den sieben untersuchten Schweizer Unternehmen lag der durchschnittliche Managerlohn bei 13 Millionen, im übrigen Europa bei 8,3 Millionen Franken.
 
Untersucht wurden die Entlöhnungen bei ABB, Credit Suisse, Nestlé, Novartis, Roche, UBS und Zurich Financial Services. Der Anteil leistungsabhängiger Lohnkomponenten ist hoch und liegt in der Schweiz mit 72 Prozent im europäischen Mittelfeld.
 
Die Patrons, die in der Schweiz derzeit am allerbesten verdienen, sind bei der Pharmaindustrie zu finden. Novartis-Chef Daniel Vasella kam letztes Jahr auf 20,54 Millionen Franken, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 21 Prozent entspricht.
 
Er entthronte damit Franz Humer, den Präsidenten des Roche-Verwaltungsrats, der 2008 "nur noch" auf 15,2 Millionen kam. Für Zähneknirschen sorgte auch die Entlöhnung des neuen ABB-Konzernchefs Joe Hogan. Hogans Gehalt von gut 19 Mio. Fr. für vier Monate Arbeit im Jahr 2008 enthielt eine Antrittsprämie in Höhe von 13 Millionen Franken.

 
 

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