Donnerstag, 04.02 2010

Studie: Weiter Ost-Westgefälle auf deutschem Arbeitsmarkt

Nürnberg (sda/dpa) Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung besteht auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein starkes Ost-West-Gefälle. In letzter Zeit habe sich der Unterschied jedoch etwas verringert, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag.

Trotzdem sei die Arbeitslosigkeit mit einer Quote von 13,5 Prozent im Osten noch immer fast doppelt so hoch wie im Westen, erläuterten die Studienautorinnen.

 

Der Grund dafür sei, dass in den neuen Bundesländer mehr Frauen als in den alten Ländern auf den Arbeitsmarkt drängten. "Dem höheren Arbeitskräfteangebot stehen nach wie vor zu wenig Arbeitsplätze gegenüber", betonten die Wissenschaftlerinnen.

 

Als Folge der aktuellen Wirtschaftskrise glichen sich die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland allmählich an. So sei etwa die stark exportorientierte westdeutsche Wirtschaft wesentlich stärker von der Krise betroffen als die ostdeutsche.

 

Dabei verstärke sich der Druck auf die ohnehin strukturell vorbelasteten altindustriellen Regionen Westdeutschlands wie das Ruhrgebiet. Entsprechend stark wachse in einigen Regionen Westdeutschlands die Arbeitslosigkeit.

 
 

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