Donnerstag, 04.03 2010
Urdorf ZH (sda/awp) Die Pleitewelle bei Schweizer Unternehmen reisst nicht ab. In den ersten zwei Monaten des Jahres gab es 1003 Konkursfälle - 39 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit.
Auf Insolvenz sind 748 Firmenkonkurse zurückzuführen (+23 Prozent), wie die Wirtschaftsauskunftei Dun&Bradstreet (D&B) am Donnerstag mitteilte. Der Rest der Fälle ergibt sich aus statistischen Bereinigungen im Zusammenhang mit einer Gesetzesänderung.
Am stärksten betroffen - vor allem wegen dieser Bereinigung - ist das Mittelland mit einer Zunahme von 118 Prozent. In der Ostschweiz hingegen gab es dagegen nur 4 Prozent mehr und in der Region Genfersee 5 Prozent mehr Konkurse.
Erfreulicher präsentiert sich die Situation bei den Neugründungen. In den ersten beiden Monaten 2010 wurden laut D&B 5939 Firmen neu im Handelsregister eingetragen. Im Vergleich mit den Monaten Januar und Februar 2009 entspricht dies einer Zunahme von 5 Prozent.
Ein Blick auf die Regionen zeige, dass die Nordwestschweiz mit einer Zunahme der Neugründungen um 17 Prozent an der Spitze der Neugründungszunahme liege. Demgegenüber verzeichnete das Tessin einen Rückgang der Firmenneugründungen um 6 Prozent.