Montag, 08.03 2010

Keine generelle Lohnerhöhungen für SBB-Angestellte

Bern (sda) Die 27'000 SBB-Angestellten erhalten 2010 eine einmalige Prämie von 650 Franken. Zudem werden bei der SBB 0,5 Prozent der Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen eingesetzt.

In den Genuss der vollen Prämie kommen Angestellte mit einem Beschäftigungsgrad ab 50 Prozent. Wer zwischen 20 und 49 Prozent arbeitet, erhält 325 Franken Prämie, wie die SBB und die Gewerkschaften SEV und transfair am Montag mitteilten.

 

Die Lohnerhöhungen wurden von einem Schiedsgericht entschieden. Dieses wurde angerufen, weil die Gewerkschaften die Lohnverhandlungen mit der SBB abgebrochen hatten, nachdem das Unternehmen nicht auf ihre Forderungen eingetreten war.

 

SEV ist nicht zufrieden

 

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) findet es unpassend, dass die SBB trotz gutem Abschluss die Löhne nicht generell erhöht. Immerhin bringe die Prämie gerade Leuten mit tiefem Einkommen etwas.

 

Anders transfair: Prämie und individuelle Lohnerhöhungen machten insgesamt 1,3 Prozent mehr Lohn aus, rechnet die Gewerkschaft vor. Die SBB habe nicht über 0,8 Prozent hinaus gehen wollen. Das Resultat sei deshalb ein Erfolg, das Schiedsgericht sei den Gewerkschaften mehr gefolgt als der SBB.

 

Auch die SBB sieht sich vom Schiedsgericht bestätigt und nennt den Entscheid gut und ausgewogen.

 
 

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