Donnerstag, 18.03 2010
München (sda/rtd/dpa) Der deutsche Technologiekonzern Siemens streicht bei der Neuausrichtung seiner IT-Sparte SIS bis 2011 weltweit 4200 Arbeitsplätze. SIS beschäftigt weltweit rund 35'000 Menschen.
Allein in Deutschland fallen rund 2000 der 9700 Stellen weg , wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Nach der Eingliederung der Sparte unter dem früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld soll SIS in diesem Sommer wieder ausgegliedert und rechtlich verselbständigt werden.
Zum Beginn des neuen Geschäftsjahres 2010/11 (30. September) soll die Sparte mit einem Jahresumsatz von zuletzt 4,7 Mrd. Euro dann ein komplett eigenständiges Unternehmen sein. Bis 2012 steckt der Konzern noch gut 500 Mio. Euro in sein IT-Geschäft, um es stärker auf den einträglichen Betrieb von Rechenzentren und die Software-Integration auszurichten.
Die bisher sieben Geschäftseinheiten der Sparte sollen im Zuge des Umbaus in zwei Säulen zusammengefasst werden, nämlich in das IT-Outsourcing- und das Lösungsgeschäft. "Wir wollen SIS auf ein langfristig solides Fundament stellen", erklärte der Interimschef der Sparte, Christian Oecking, laut der Mitteilung.