Besten Dank Frau Eva Häuselmann für das Feedback. Unternehmenskultur und «tone at & from the top» haben tatsächlich einen übermässig starken Einfluss auf Fehlverhalten (Fraud). Dies belegen meine Studien sowie zahlreiche Gespräche und Interviews, die ich über viele Jahre mit Wirtschaftsdelinquenten geführt habe.
Der Beitrag eines Kandidaten respektive einer Kandidatin zur Schaffung einer Kultur der Integrität hängt auch von z. B. geschäftlichen Rahmenbedingungen, Zielvereinbarungen, kommunizierter Methode der Zielerreichung, kollegialem/sozialem Umfeld (Stichwort: differentielle Assoziation).... und etlichen anderen (kaum persönlichen) Faktoren ab. Dies ist einer der Gründe, warum man davon ausgehen kann, dass Assessments hier nicht aussagekräftig genug sind. Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen.
Die eigene Persönlichkeit spielt bei der Integrität zweifellos eine Rolle - wird aber in diesem (Fraud) Kontext oft überschätzt (Stichwort: machiavellistische Intelligenz). B-Scan 360 und andere Tests haben dieses Problem leider nicht unter Kontrolle. Darüber hinaus stellt sich die Frage, was Sie unter «Integrität» verstehen...
Kernaussage: Es gibt keine schwarzen Schafe. Doch gibt es Wiesen & Weiden, die so verschmutzt sind, dass weisse Schafe plötzlich schwarz scheinen.