1. Platz für die Schweiz beim Global Talent Competitiveness Index 2019

Schweiz belegt zum 6. Mal in Folge den 1. Platz des Global Talent Competitiveness Index. Singapur und die Vereinigten Staaten belegen den zweiten bzw. dritten Platz – wie bereits 2018. Talente zieht es weiterhin vorwiegend in kleine Volkswirtschaften mit hohem Einkommen und in die USA.

Der Bericht zum Global Talent Competitiveness Index (GTCI) 2019 zeigt, dass die Schweiz, Singapur und die Vereinigten Staaten weltweit weiterhin die führenden Positionen für Talent-Wettbewerbsfähigkeit belegen, während Länder wie Asien, Lateinamerika und Afrika einer fortschreitenden Abnahme ihres Talentpools gegenüberstehen. Der Bericht bestätigt, dass Talentfragen zu einem zentralen Anliegen von Unternehmen, Nationen und Städten geworden sind, wobei Talent-Performance als ausschlaggebender Faktor für Wachstum und Wohlstand gilt.

Der diesjährige Bericht konzentriert sich besonders auf unternehmerisches Talent, wie es weltweit gestärkt, gefördert und entwickelt wird und wie es sich auf die relative Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Volkswirtschaften auswirkt. Es lassen sich neue Vorgehensweisen für die Förderung talentierter Entrepreneure und Intrapreneure sowie zukunftsfähiger Mitarbeiter erkennen. Dazu zählen beispielsweise Bemühungen, Bottom-Up-Innovationen zu bestärken sowie Mitarbeiter zu ermächtigen. Ein solcher Fortschritt ist vor allem in den Städten zu beobachten, wo «Smart City»-Ökosysteme zunehmend als Talent-Magnete fungieren. Die Ergebnisse zeigen weiter:

  • Die Länder und Städte, welche die Rangliste anführen, stehen unternehmerischem Talent meist am offensten gegenüber
  • Digitalisierung und Globalisierung stärken die Rolle von unternehmerischem Talent

 

Der Bericht zeigt ausserdem, dass Städte eher als Länder eine stärkere Position als Talent-Knotenpunkte einnehmen und eine entscheidende Rolle für die Umgestaltung der internationalen Talent-Landschaft spielen werden. Diese wachsende Bedeutung von Städten ist auf ihre höhere Flexibilität und Fähigkeit zurückzuführen, sich neuen Trends und Mustern anzupassen: Als agile Wirtschaftseinheiten, in denen Politiken schneller geändert werden können, sind Städte für Talente, insbesondere unternehmerische Talente, attraktiver.

Die Spitzenstadt ist dieses Jahr Washington, DC, gefolgt von Kopenhagen, Oslo, Wien und Zürich. Washingtons Position kann seiner starken Performance in vier von fünf Grundpfeilern zugeschrieben werden, die im Rahmen der Forschung gemessen wurden, insbesondere in den Grundpfeilern «Be Global» (Weltoffenheit), «Attract» (Attraktivität), «Grow» (Wachstum) und «Enable» (Ermächtigung). Ihre stabile Wirtschaft, dynamische Bevölkerung, herausragende Infrastruktur und Konnektivität, ihre hochkompetenten Arbeitskräfte und erstklassige Bildung zählen allesamt zu den Merkmalen, dank derer die Stadt ein solcher Talent-Knotenpunkt ist.

Alain Dehaze, Chief Executive Officer der Adecco Group, ergänzt: «So wie sich die Arbeitswelt mit rasanter Geschwindigkeit ändert, besteht die Gefahr, dass – wenn Länder und Städte nicht die richtigen Bedingungen bieten, um Talente für sich zu gewinnen – sich Menschen und Unternehmen abwenden und sich anderweitig nach Möglichkeiten umschauen. Die Ergebnisse des diesjährigen GTCI-Berichts sind ein weiterer Beleg dafür, inwiefern Talent zunehmend als eine Möglichkeit gesehen wird, sich erfolgreich in einer Welt des steten Wandels zurechtzufinden. Nur mit Hege und Pflege lässt sich die richtige Umgebung entwickeln, in der Talente sich entfalten können, was einen fruchtbaren Boden für Erfolg in der Zukunft schafft.»

Die 20 führenden Länder für 2019

In der sechsten Ausgabe führt die Schweiz weiterhin die Rangliste des Global Talent Competitiveness Index 2019 an, während Singapur und die Vereinigten Staaten den zweiten bzw. dritten Platz einnehmen, genau wie es auch 2018 der Fall war. Den drei Spitzenländern folgen die skandinavischen Länder Norwegen (Platz 4), Dänemark (Platz 5), Finnland (Platz 6) und Schweden (Platz 7). Der Jemen bildet dieses Jahr mit Platz 125 das Schlusslicht des Index, unmittelbar nach dem Kongo (Platz 124) und Burundi (Platz 123).

Wie auch in den vergangenen Jahren wird ein höherer Platz mit einem höheren Einkommensniveau in Verbindung gebracht. Volkswirtschaften mit hohem Einkommen verfügen über die nötige Stabilität, um in lebenslanges Lernen zu investieren, was Kompetenzen stärkt und internationale Talente anzieht bzw. langfristig bindet.

  • Schweiz
  • Singapur
  • USA
  • Norwegen
  • Dänemark
  • Finnland
  • Schweden
  • Niederlande
  • Grossbritannien
  • Luxemburg
  • Neuseeland
  • Australien
  • Island
  • Deutschland
  • Kanada
  • Irland
  • Belgien
  • Österreich
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Israel

Die 10 führenden Städte für 2019

Die führenden Städte schneiden in den fünf Grundpfeilern des Talentspektrums am besten ab. Die Spitzenstadt, Washington, DC, ist hierfür beispielhaft, da sie in drei der fünf Dimensionen zu den zehn besten zählt. Die zunehmend zentralen Rollen von Städten als unternehmerische Talent-Knotenpunkte unterstreichen auch, wie wichtig die Entwicklung eines ausgeprägten und dynamischen Ökosystems ist, insbesondere im Bereich Innovation.

  • Washington, DC (USA)
  • Kopenhagen (Dänemark)
  • Oslo (Norwegen)
  • Wien (Österreich)
  • Zürich (Schweiz)
  • Boston (USA)
  • Helsinki (Finnland)
  • New York (USA)
  • Paris (Frankreich)
  • Seoul (Korea, Rep.)