HR-Team des Monats

Das HR-Team von Schutz & Rettung Zürich

Wenn es brennt oder jemand aus einer Notlage zu befreien ist, steht Schutz & Rettung Zürich rund um die Uhr im Einsatz. HR-Leiterin Beatrice Potisk über die Herausforderungen des HR in einem 24-Stunden-Betrieb.

Frau Potisk, was macht Ihr Team speziell?

Beatrice Potisk: Das Umfeld einer 24-Stunden-Organisation und die heterogene Zusammensetzung der Organisationseinheiten stellen uns vor mannigfaltige Herausforderungen. Es gilt, so unterschiedliche Einheiten wie den Rettungsdienst, die Berufsfeuerwehr, die Einsatzleitzentrale, eine höhere Fachschule sowie die Milizfeuerwehr und den Zivilschutz der Stadt ­Zürich unter einen Hut zu bringen. Insgesamt elf Mitarbeitende kümmern sich in zwei Teams um die operationellen HR-Aufgaben beziehungsweise die Personal- und Organisa­tions­entwicklung. So unterschiedlich die Themenfelder bei Schutz & Rettung Zürich sind, so divers ist auch die Zusammensetzung der HR-Teams: Vom ehemaligen Flugbegleiter bis hin zum Landschaftsgärtner sind bei uns mehrere HR-Quereinsteiger vertreten.

Wenn Sie Ihr Personalbudget verdoppeln könnten, wofür würden Sie das Geld ausgeben?

Allgemein würde ich mehr in die Aus- und Weiterbildung investieren, um den Bedarf nach Fachkräften sicherzustellen, sowie in die Gesundheitsförderung. Eine Vision wäre, den Mitarbeitenden jeden Bereichs und an allen Standorten zweimal pro Woche einen externen Sporttrainer zur Seite zu stellen, um sie alters- und berufsgerecht anzuleiten und fit zu halten.

Woran arbeiten Sie und Ihr Team zurzeit?

Aktuell stehen zwei Projekte zur Mitarbeiterförderung im Fokus: der Aufbau eines Talentmanagementsystems sowie eines Entwicklungsprogramms für Führungskräfte. Das Personalmarketing sowie der Aufbau eines Gesundheitsmanagements sind weitere Themen, die wir angehen möchten.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf meine beiden Teams und den Umstand, dass bei uns ein Peer-System existiert. Speziell ausgebildete Kollegen stehen unseren Mitarbeitenden bei besonders belastenden Einsätzen zur Seite und helfen ihnen, diese zu bewältigen. Beispielsweise bei Unfällen, in denen Kinder verwickelt sind.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen fürs HR?

Für viele Berufsbilder bei Schutz & Rettung gibt es auf dem Arbeitsmarkt keine üblichen Ausbildungen oder zu wenig spezifisch ausgebildete Fachpersonen. Deswegen bilden wir etwa diplomierte Rettungssanitäter an den höheren Fachschulen für Rettungsberufe selber aus. Wir müssen unsere Bemühungen aufrechterhalten und einen Beitrag dazu leis­ten, dass wir weiterhin die besten Mitarbeitenden gewinnen können.

Was ist für Sie ein guter HR-Mensch?

Jemand, der in erster Linie Menschen mag und den Spagat zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung eloquent und mit Fingerspitzengefühl zu meistern vermag.

Schutz & Rettung

Als Dienstabteilung des Polizeidepartements umfasst Schutz & Rettung Zürich die Berufs- und Milizfeuerwehr, den Rettungsdienst sowie die Einsatzleitzentrale für die Notrufe 118 und 144. Daneben ge­hören der Zivilschutz, die Feuerpolizei und ein Ausbildungs­zentrum mit höherer Fachschule für ­Rettungsberufe zur grössten Rettungs­organisation der Schweiz. Schutz & Rettung Zürich zählt 650 Mitarbeitende.

 

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Chefredaktorin, HR Today. cp@hrtoday.ch

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