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Von der Fremdbestimmung zur Selbstentfaltung

Immer mehr Führungskräfte fühlen sich von den Erwartungen anderer beeinflusst und verlieren den Bezug zu sich selbst. Diese reaktive Haltung führt oft zu Erschöpfung und gesundheitlichen Problemen. Doch wie können Führungskräfte ihren eigenen Purpose finden und authentisch führen? André Beyeler, Partner und Trainer beim Zürcher Beratungs- und Weiterbildungsinstitut BWI, gibt Antworten.

Vor kurzem hat eine Führungsperson in einem Coaching erzählt, dass sie das Gefühl hat, immer nur reaktiv unterwegs zu sein, beeinflusst von den Erwartungen von unterschiedlichen Personen. Sie habe das Gefühl, dass sie nicht mehr bei sich selbst sei und die Energiereserven jeweils schnell aufgebraucht sind. Und auch in Leadership-Trainings für angehende Führungskräfte ist immer wieder das Thema, dass Menschen auf der Suche nach «ihrem» Führungsstil sind. 

Diese Führungspersonen richten sich ausschliesslich nach den Wertvorgaben des Unternehmens. Dabei blenden sie den Blick auf sich selbst und das Bewusstsein für ihre Stärken und Einzigartigkeit aus. Infolgedessen stehen sie nicht «mit beiden Füssen fest auf dem Boden“, was mindestens mittelfristig negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben kann.

Der Purpose als Leitstern

Was gibt einer Führungsperson Orientierung? Sind es die Vision, Mission, Strategie, die Werte des Unternehmens oder die Führungsgrundsätze? Oder ist es der gelebte Führungsstil innerhalb der Organisation? Wie kann eine Führungsperson mit diesen Orientierungshilfen authentisch agieren, kommunizieren, entwickeln und entscheiden, so dass es den eigenen Grundwerten entspricht und dadurch eine Basis für effektives und gesundes Leadership bildet? 

Wie wäre es, wenn jeder Chef und jede Chefin mit einem eigenen Purpose agiert, der als Leitstern dient? Dadurch könnten sie sich und dem Team Klarheit verschaffen, für welche Art von Leadership und Zusammenarbeit sie stehen. Dadurch würden sie authentisch, verlässlich und berechenbar handeln. Sie würden die Voraussetzungen schaffen, damit Teammitglieder ihre Fähigkeiten besser einbringen können. Dies würde wiederum die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden fördern.

Der Weg zum authentischen Führungsstil

Im Unterschied zur Vision, die ein ideales Ziel beschreibt, ist ein Purpose eine Art Richtschnur oder Kompass. Für eine Führungsperson ist es eine strategische Botschaft oder ein persönliches Führungsstatement, das ihre Identität beschreibt – wer sie als Führungskraft ist und wie sie andere führt.

Es geht darum, wie jemand etwas macht und warum – mit allen Stärken und mit Leidenschaft. Dies kann durch Selbstreflexion zu Fragen wie «Was möchte ich als Leader bewirken?», »Was will ich in die Welt bringen?», »Was möchte ich ermöglichen?» erreicht werden. 

Um eine umfassende Sichtweise zu erhalten, kann es hilfreich sein, nahestehende Personen aus dem Umfeld zu fragen, was sie an der Führungskraft besonders schätzen und was sie einzigartig macht: «Ich unterstütze Menschen dabei, ihr Potenzial zu erkennen, damit sie mutig ihren Weg gehen können.» Dies könnte ein Beispiel für den Purpose einer Führungskraft sein: spezifisch, persönlich formuliert, handlungsorientiert und mit Begründung.

Kleine Schritte, grosse Wirkung

Purpose-driven Leadership ist der Schlüssel zu nachhaltigem, gesundem und wirkungsvollem Agieren als Führungsperson. Wie kann eine Führungsperson den eigenen Purpose in einem Unternehmen aber umsetzen und leben?

Als erstes sollte man sich überlegen, wie der eigene Purpose mit den Unternehmenswerten und Führungsgrundsätzen vereinbar ist. Anschliessend geht es darum, Schritt für Schritt Zwischenziele einzuplanen, diese umzusetzen, daraus zu lernen und das eigene Handeln entsprechend anzupassen. Kleine Schritte und regelmässige Selbstreflexion sind dabei unabdingbar.
 

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