Wie Technologie das HR grundlegend verändert
Im Interview erklärt Régis de Germay, Country Manager Switzerland bei Lucca, wie die Digitalisierung die Rolle von HR-Teams in der Schweiz verändert. Es ist eine Entwicklung, die schrittweise verläuft, aber tiefgreifend wirkt: weniger Administration, mehr Steuerung und menschliche Begleitung.

Régis de Germay, Country Manager Switzerland von Lucca Software.
Warum ist die HR-Digitalisierung heute ein so zentrales Thema für Unternehmen?
Weil sich die Erwartungen an das HR verändert haben. Heute soll es beraten, Entwicklungen antizipieren und die Geschäftsleitung bei Personal entscheiden unterstützen. Das ist schwierig, wenn der Grossteil der Zeit für repetitive administrative Aufgaben wie das Erstellen von Arbeitsverträgen und Lohnabrechnungen oder die Verwaltung von Abwesenheiten benötigt wird.
Technologie schafft hier Freiraum. Sie automatisiert, was nicht manuell erledigt werden muss, liefert verlässliche Daten und unterstützt HR-Teams dabei, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: Menschen, Teamdynamik und die Employee Experience.
Wie verändert die Digitalisierung den HR-Alltag konkret?
Die erste Veränderung betrifft den Datenzugriff. Wenn Informationen vollständig, aktuell und in Echtzeit verfügbar sind, werden Analyse und Entscheidungsfindung deutlich einfacher, insbesondere mit Unterstützung durch KI. Zudem erhalten Mitarbeitende und Führungskräfte mehr Autonomie: Sie können ihre Daten selbst aktualisieren, Anfragen stellen oder Prozesse freigeben, ohne das HR ständig einbeziehen zu müssen.
Und schliesslich sinkt die Fehlerquote, denn jede manuelle Eingabe birgt ein Risiko. Wird die Datenerfassung direkt an der Quelle automatisiert, steigt die Qualität erheblich. Das stärkt Vertrauen und Effizienz.
Manche befürchten, dass Technologie menschliche Expertise ersetzt. Ist das berechtigt?
Nein, ganz im Gegenteil: Das HR verliert seine Rolle nicht, es gewinnt sie zurück. Wer täglich gegen Excel-Tabellen, Papierformulare oder endlose E-Mail-Ketten ankämpft, hat kaum Zeit zuzuhören, zu begleiten oder zu analysieren. Die Digitalisierung macht menschliche Kompetenz nicht weniger wichtig, sondern wieder wirksam.
Das beobachten wir auch bei unseren Kund:innen: Das HR wird proaktiver. Entwicklungen und mögliche Spannungen werden frühzeitig erkannt, Kompetenzen gezielt gefördert und HRRichtlinien fair umgesetzt.
Ist die HR-Digitalisierung nur etwas für grosse Unternehmen?
Nein, ganz und gar nicht. In der Schweiz sind die meisten Unternehmen KMU, die beim Payroll häufig mit Treuhänder:innen zusammenarbeiten. Umso wichtiger ist es für sie, administrative Prozesse zu vereinfachen und die Zusammenarbeit effizient zu gestalten.
Der Schlüssel liegt darin, schrittweise vorzugehen. Niemand muss alles auf einmal digitalisieren. Manche Unternehmen starten mit der Arbeitszeiterfassung, andere mit der Personalakte oder dem Onboarding, andere wiederum mit dem Recruiting. Entscheidend ist, die grössten Pain Points zuerst anzugehen, ohne die bestehende Organisation auf den Kopf zu stellen.
Wie verändert die Digitalisierung die Kompetenzen im HR?
Sobald Daten verlässlich und strukturiert vorliegen, eröffnet sich eine neue Dimension: die strategische HR-Steuerung. Mit konsistenten Daten können HR-Teams Trends erkennen, Kennzahlen verfolgen und fundiertere Entscheidungen treffen. Das ist keine Revolution, sondern kontinuierliche Weiterentwicklung. Das HR wird analytischer und strategischer und bleibt dabei menschlich. Digitale Tools ersetzen den persönlichen Austausch nicht – sie schaffen die Voraussetzungen, damit er wieder wirkungsvoll gelebt werden kann.
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