Tessiner Six-Angestellte protestieren gegen Abbau

Die Tessiner Angestellten der Finanzinfrastrukturbetreiberin Six haben am Montagmorgen gegen Entscheid der Six, im Kreditkartengeschäft die Standorte Bedano, Oerlikon (ZH) und Lausanne zu schliessen und bis zu 100 Leute zu entlassen, protestiert.

Zurich/Bedano TI (sda/awp). Der zweistündige Protest wurde gemäss dem Schweizerischen Bankpersonalverband (SBPV) am Donnerstag von der Belegschaft beschlossen und am Freitag der Konzernleitung mitgeteilt.


Es handle sich um einen Warnstreik als letzte Etappe vor einem Streik, sagte eine Vertreterin des SBPV gegenüber Ticinonews. Gemäss SBPV werden am Standort Bedano alle Angestellten entlassen. Es existiere zurzeit auch noch kein Sozialplan. In einer Petition fordert der SBPV die Aktionäre der Six auf, den betroffenen Angestellten eine Arbeitsstelle in der Region anzubieten.

Laut Six steht die Ausarbeitung des Sozialplans kurz vor dem Abschluss. Nach aktuellem Stand der Verhandlungen werden gemäss Auskunft des Unternehmens noch 83 Personen entlassen, wobei es den Standort Bedano mit rund 70 Entlassungen am härtesten trifft. Die Schliessung des Standorts Lausanne dagegen hat keinen Stellenabbau zur Folge. Der eine Angestellte in Lausanne wird künftig für die Six in Genf tätig sein.

Nachdem Six im August 2017 das Kreditkartengeschäft der Aduno Gruppe erworben hatte, kündigte die Finanzinfrastrukturbetreiberin im letzten November den Abbau von bis zu 100 Stellen und die Konzentration der gesamten Sparte am Hauptsitz in Zürich an. Die Niederlassungen in Bedano, Oerlikon und Lausanne dagegen sollten auf Ende 2018 geschlossen werden, teilte das Unternehmen damals mit.