bike to work

Im Juni kommt das Personal mit dem Velo ins Geschäft

bike to work ist eine Mitmach-Aktion zur Veloförderung in Betrieben. Im Juni benutzen mehr als 50‘000  Pendler für mindestens einen Teil ihres Arbeitsweges das Velo. Noch bis Ende Mai läuft die Anmeldefrist. Hinter der Aktion steckt die Pro Velo Schweiz. Es geht auch um Gesundheitsförderung und um die Entlastung von ÖV und Strassen. Viele HR-Chefs unterstützen die Aktion. Sie haben gute Gründe.

Mitarbeitende, die mit dem Velo ins Büro kommen, fühlen sich bei Arbeitsbeginn frisch und leistungsfähig.

Die tägliche Portion «Nervtötung», die man für gewöhnlich in Bus, Bahn, Tram oder im eigenen Auto beim Pendeln täglich zweimal abbekommt, entfällt schliesslich im Sattel. Die Laune bleibt entsprechend besser. Das bekommen Arbeitskollegen, Vorgesetzte und Kunden zu spüren. 

Die tägliche Bewegung auf dem Arbeitsweg leistet aber auch einen Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeitenden. Fitte Mitarbeitende bewältigen Stress besser und sind seltener krank.

Ähnliche Erfahrungen macht man auch bei der St. Galler Kantonalbank. Von den rund 1200 Angestellten beteiligen sich 50 am Velo-Pendeln. «Die Aktion ist zu 90 Prozent ein Selbstläufer. Bei einigen braucht es aber zusätzliche, mündliche Motivation», sagt Remo Salvotelli. Der Leiter Personal Vorsorge koordiniert bike to work bereits zum zweiten Mal. Im Vordergrund steht für das Ostschweizer Finanzinstitut das Wohlergehen der Beschäftigten. «bike to work ist Teil der firmeninternen Gesundheitsförderung. Neben der Velo-Förderungsaktion macht die Kantonalbank auch beim Firmenlauf mit. Ausserdem gibt es einen betriebsinternen Sportclub und frische Früchte am Arbeitsplatz.»

Spassfaktor Velofahren

Velofahren fördert aber nicht nur die Gesundheit, sondern macht auch Spass. Für die Aktion werden im Betrieb Viererteams gebildet. Sie können den Arbeitsweg zusammen oder alleine zurücklegen, organisieren mitunter auch Freizeitausfahrten, sind sich gegenseitig behilflich und tauschen Tipps und Tricks aus.

bike to work bedeutet nicht, dass man ausschliesslich mit dem Drahtesel von Zuhause in den Betrieb und zurückfahren muss. Kombinationen aus ÖV und Velo, Auto und Velo und auch zu Fuss sind möglich. Und wenns «Katzen hagelt», darf man das Bike im Keller stehen lassen. Bedingung ist, dass Teilnehmende an mindestens der Hälfte ihrer Arbeitstage im Rahmen der bike-to-work-Regeln pendeln.

Velo-Pendler sorgen für zeitgemässe Diskussion in den Unternehmen

Die Teams setzen sich in den Betrieben auch für sichere Velo-Stellplätze oder auch Duschen und Garderoben ein und sorgen in der Teppichetage dafür, dass das Thema Velomobilität wahr- und ernstgenommen wird.

In den Pausen oder nach Feierabend verbindet das Thema Velo-Pendeln und bietet Diskussionsstoff. So kommen Mitarbeitende zusammen, die sonst nichts miteinander zu tun haben - oder zu tun haben wollten. Das stärkt den Zusammenhalt am Arbeitsort, macht die Betreffenden offener im Umang und fördert das Betriebsklima merklich. Die Massnahmen wirken sich schliesslich auch auf die Produktivität aus.

«Solche Aktionen machen für uns nur dann Sinn, wenn sie sowohl Vorteile für den Betrieb wie auch für die einzelnen Mitarbeitenden bringen», resümiert Salvotelli. «Die Idee von bike to work hat uns überzeugt. Die individuelle Mobilität lässt sich langfristig zwar nur schwer ändern. Aber mit dieser Aktion bringen wir Mitarbeitende mindestens für einen Monat dazu, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken und Neues auszuprobieren. Diese Erfahrungen haben Potential für langfristige Veränderungen.»

Nicht wenige bike-to-work-Teilnehmer hinterfragen während der Aktion ihr Mobilitätsverhalten, wie Adrian Kübler, Kommunikations-Verantwortlicher bei bike to work sagt. «Es  gibt viele Arbeitsweg-Radler, die über die Aktion zum Velo gefunden haben und auch dabei blieben. bike to work vermag immer wieder auch Velomuffel längerfristig fürs Zweirad zu überzeugen – obwohl ein Umdenken oft ein langer Prozess ist.»

50'000 Pendler aus 1'200 Unternehmen machen mit - auch das HR-Today-Team

Die Aktion bewegt landesweit eine Community von rund 50‘000 Menschen. Bis Ende Mai können sich Firmen und Teams einschreiben. Gemäss Kübler ist man bei bike to work sehr zuversichtlich, dass mit dem freundlichen Frühlingswetter noch weitere Teilnehmende hinzukommen.

Auch Mitarbeitende von HR Today nehmen teil. Leute aus der IT-Abteilung, aus dem Marketing und aus der Redaktion bilden gleich zwei Teams und radeln im Juni im Raum Zürich und in der Welschschweiz bei bike to work mit.

Mit bike to work fördern Unternehmen auch eine nachhaltige Mobilität, indem der CO2-Ausstoss gesenkt und der Verkehr entlastet wird. Betriebe können langfristig auch Kosten für Parkplätze einsparen. Immerhin passen auf einen Auto-Parkplatz gut acht bis zehn Bikes. 

Mitmachen ist einfach

Die pfannenfertige und kostengünstige Mitmachaktion kann unkompliziert und einfach im Unternehmen durchgeführt werden. Vom Promoguide für Koordinierende, über die Drucksachen bis hin zur Medienarbeit ist für alles gesorgt. Der administrative Aufwand ist dank Onlineabwicklung minimal.

In Zusammenarbeit mit Partnern bietet die Aktion den Betrieben auch diverse Zusatzangebote: Per Mausklick können Mobilitätskurse, Veloständer oder Velo- und E-Bike-Flotten gebucht werden. Die Aktion ist auch mit einem Wettbewerb verbunden. Teams können zum Beispiel Gruppenausflüge gewinnen.

Gewisse Arbeitgeber stellen ihren radelnden Teams auch passende Outfits zur Verfügung. Das fördert den Zusammenhalt als Team und wirkt - nicht zu vernachlässigen - als umweltfreundliche Werbebotschaft im Verkehr.

bike to work eigne sich überdies gut, sagen die Initianten, um den Mitarbeitenden und dem Umfeld eines Unternehmens zu zeigen, dass die Belange der «Corporate Social Responsibility» mehr als nur ein Paragraph im Firmenreglement sind.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibts hier

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