Swiss HR Award 2026: Die Gewinner
Die Vergabe des Swiss HR Award war einmal mehr das letzte Highlight des HR FESTIVAL europe 2026. Welche Nominierten haben triumphiert? Die Award-Show in Bild und Video.

Strahlende Gewinner und Konfettiregen. (Alle Bilder: David Biedert)
Für den finalen Akt des HR FESTIVAL europe 2026 füllten sich nochmals die Sitzreihen vor der Main-Stage – zwar nicht ganz bis auf den letzten Platz und trotzdem kamen mehr Leute als im Vorjahr, gab es doch rund 200 Stühle mehr. Bei der siebten Ausgabe des Swiss HR Award traten in jeder Kategorie (dieses Jahr deren fünf – zum ersten Mal mit der Kategorie «Think Tank» für Insights aus der Forschung) wieder jeweils zwei Finalisten mit Kurz-Pitches gegeneinander an. 10 Finalisten, 5 Kategorien also.
Jury-Präsident Pascal Scheiwiller, CEO von Alixio Schweiz, fasste die aktuellen Herausforderungen im HR den Bewerbungen entsprechend zusammen: «Weg vom Human Manager, hin zum Daten- und IT-Manager». Sein Fazit: «Die Dinge verändern sich so schnell, dass man kaum hinterherkommt.»

Auch dieses Jahr hatte die Jury die besten Projekte nominiert, während das Publikum am Ende das letzte Wort hatte: Wer den lautesten Applaus – gemessen in Dezibel – erhielt, gewann. Scheiwiller mahnte das Publikum dabei humorvoll, dass man, anders als früher, der Fairness halber «keine materiellen Hilfsmittel» für den Applaus nutzen dürfe, dafür aber «alles, was der Körper hergibt». Tröten, Trillerpfeifen und andere Spielereien mussten verstummen. Doch auch ohne diese Hilfsmittel war der Lärm enorm: Applaus unter 100 Dezibel gab es quasi nicht.
(Video: livejobs.ch)
Das sind die Gewinner

🏆 Gastrograubünden
«Hesch z'Züg zum...?» – Marc Tischhauser

Das sagte die Jury:
«Hesch z’Züg zum…?» ist eine innovative Rekrutierungs- und Imagekampagne zur Überwindung des Arbeitskräftemangels in der Hotellerie & Gastronomie. Sie setzt dort an, wo klassische HR-Massnahmen kaum greifen: im Alltag potenzieller Talente. Über humorvolle POS-Werbemittel in Restaurants und Hotels werden Gäste auf www.gastrostory.ch geführt. Mittels Gamification zeigt das Online-Quiz «Swipe4Job» passende berufliche Rollen auf und weckt Interesse. Anschliessend werden direkt offene Stellen der Betriebe ausgespielt. Flankiert wird das Ganze durch den Kampagnenfilm «Du machst den Unterschied», der zusätzlich das Image der Branche stärkt und die Wertschätzung für die Berufe fördert. – gastrostory.ch

🏆 AXA Schweiz
«AXA Horizon – das innovative Programm für Mitarbeitende ab 55 Jahren» – Sibille Blättler

Das sagte die Jury:
Mit «AXA Horizon» nutzt die AXA Schweiz die demografische Entwicklung als Chance. Das im Januar 2025 gestartete Programm richtet sich an Mitarbeitende ab 55 Jahren und verbindet Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote mit einem Arbeitsmodell für nach der Pensionierung. Kürzlich pensionierte Mitarbeitende erhalten neu flexibler die Möglichkeit, insbesondere in zeitlich befristeten Projekten mitzuarbeiten, die viel Organisationsverständnis oder schwer auf dem Arbeitsmarkt zu findendes Fachwissen voraussetzen. Ziel dabei ist es, den Mitarbeitenden eine selbstbestimmte Gestaltung ihrer letzten Karrierephase zu ermöglichen, während die AXA länger vom wertvollen Know-how profitieren kann. – AXA

🏆 BenefitRadar
«Benefit Benchmarking» – Maurus Unternährer

Das sagte die Jury:
Wer Talente gewinnen und halten will, muss mit dem Gesamtpaket aus Lohn, Kultur und Anstellungsbedingungen überzeugen. Hierfür muss man wissen, wie die eigenen Anstellungsbedingungen im Markt abschneiden. BenefitRadar unterstützt Schweizer KMU dabei, ihre Marktposition objektiv zu analysieren und eigene Stärken gezielt zu kommunizieren. Wer den Gesamtwert seiner Anstellungsbedingungen transparent und verständlich aufzeigt, kann Lohndiskussionen oft im Keim ersticken. – BenefitRadar

🏆 Universität St. Gallen
«Führung neu denken: Verantwortung teilen, Wirkung steigern» – Lena Rudolf

Das sagte die Jury:
Das Projekt «Shared Ambidextrous Leadership» zeigt, wie moderne Organisationen Führung neugestalten können, um Innovation und Effizienz gleichzeitig zu fördern. Während diese widersprüchlichen Führungsanforderungen traditionell von einer einzelnen Führungskraft erwartet wurden – mit zunehmender Überforderung als Folge – zeigt die Forschung von Lena Rudolf einen alternativen Ansatz: Innovationsfördernde Führungsaufgaben werden von anderen Teammitgliedern übernommen als effizienzfördernde Führungsaufgaben (zum Beispiel Struktur geben). Gross angelegte empirische Studien mit über 20 000 Mitarbeitenden zeigen signifikant positive Effekte auf Leistung, Wohlbefinden und organisationale Resilienz. – Demokratie am Arbeitsplatz

🏆 Gsponer. Partners AG
«Teamleitertraining» – Alain Müller

Das sagte die Jury:
Teamleiterinnen und Teamleiter werden mit der Beförderung noch immer ins eiskalte Wasser geworfen. Strukturierte Begleit- und Befähigungsmassnahmen in der neuen Führungsrolle fehlen vielerorts. So ist es nicht verwunderlich, dass der Alltag in vielen Teams nicht optimal läuft. Genau hier setzt das Gsponer Teamleitertraining an. Während 24 Wochen durchlaufen junge und ambitionierte Führungskräfte das klar strukturierte Multikanal-Learning und bringen ihre Basis-Führungskompetenzen an die Startlinie. Der Mix von digitalen Lernformaten, Expertinnen/Experten-Mentoring, Live-Sparring und strukturiertem Transfer in den Alltag ermöglicht messbare Veränderung – für eine starke Teamkultur und nachhaltige Ergebnisse. – Gsponer
