Das komplexe Zusammenspiel von Arbeitsrecht und Sozialversicherung
Arbeitsunfähigkeit ist eines der grossen Themen in der täglichen Personalpraxis. Hier treffen die Fragen aus zwei verschiedenen Rechtsgebieten aufeinander und stellen Verantwortliche und Fachpersonen im Personalwesen vor eine Fülle von Spezialfällen. Fragen zu Lohnfortzahlung, Leistungen der Sozialversicherungen bei kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit, Sperrfristen und Rentenansprüchen sind komplex und verlangen zugleich eine souveräne Bearbeitung im Alltag.
Dieses Praxisseminar beleuchtet die Arbeitsunfähigkeit aus der Perspektive des Arbeitsrechts sowie der Sozialversicherung und bietet Lösungsansätze und Hilfestellungen, die die verschiedenen Aspekte berücksichtigen. Die beiden erfahrenen Referentinnen zeigen anhand von Fallbeispielen die Folgen für die Lohnfortzahlung und die Ferienfähigkeit auf und vertiefen Themen wie den Kündigungsschutz und geltende Sperrfristen. Zudem werden Spezialfälle präsentiert, welche die möglichen Auswirkungen der Arbeitsunfähigkeit auf weitere Aspekte des Arbeitsverhältnisses illustrieren.
Als Teilnehmende erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Leistungserbringer und deren Zusammenspiel bei kurz- und längerfristiger Arbeitsunfähigkeit. Anhand von Praxisbeispielen erarbeiten Sie zusammen mit den Expertinnen Lösungen zu den Fragen, welche Leistungsansprüche wann und wo geltend gemacht werden müssen oder können. Ein spezieller Fokus richtet sich auch auf allfällige Risiken der Arbeitgeberinnen aufgrund von Deckungslücken oder schlecht formulierten Lohnfortzahlungsvereinbarungen.
Ihr Vorteil
- Viel Zeit für Fragen, Handlungsempfehlungen und Tipps für den Umgang mit Herausforderungen in den Bereichen Arbeitsrecht und Sozialversicherung
- Analyse von konkreten Beispielen und Erarbeitung von Lösungen für optimalen Wissenstransfer
- Teilnehmerzertifikat zur Dokumentation Ihres neu erworbenen Wissens
Zielpublikum
- Vorgesetzte und Personalverantwortliche
- Fach- und Führungskräfte im HR
- Mitglieder der Geschäftsleitung und Abteilungsleitung
- Mitglieder von Mitarbeitervertretungen und Beratungsstellen
Kurzprogramm
- Arbeitsunfähigkeit: Abgrenzung, Lohnfortzahlung und Folgen
- Leistungen der Sozialversicherungen bei kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit
- Sperrfristen und Kündigungsschutz im Fokus
- Rentenansprüche bei langfristiger Arbeitsunfähigkeit
- Spezialfälle im Sozialversicherungsrecht: Angepasste Tätigkeit, umstrittene Arbeitsunfähigkeit und Rückfall
- Spezialfälle rund um die Arbeitsunfähigkeit: Ferienfähigkeit und Ferienkürzung, Auswirkung auf eine Auflösungsvereinbarung, Erwähnung im Abschlusszeugnis, …
Konfliktbereinigung, Untersuchung, Rechtliche Lösungen
Konflikte am Arbeitsplatz gewinnen rechtlich an Komplexität, da Erwartungen an ein professionelles Vorgehen steigen. Erste Schritte erfolgen idealerweise frühzeitig durch klärende Gespräche und niederschwellige Instrumente der Konfliktbereinigung wie Mediation oder Moderation. Die Arbeitgeberin trägt die Pflicht und Verantwortung, für ein respektvolles Arbeitsumfeld zu sorgen und Hinweise ernst zu nehmen. Eine Untersuchung wird notwendig, wenn Vorwürfe substanziell sind, insbesondere bei möglichen Persönlichkeitsverletzungen. Grenzen der Konfliktbereinigung zeigen sich, wenn Machtungleichgewichte bestehen oder Vertrauen fehlt. In solchen Fällen treten rechtliche Lösungen wie Aufhebungsvertrag oder Kündigung in den Vordergrund. Dabei bestehen für die Arbeitgeberin Risiken etwa bei ungenügender Abklärung oder Dokumentation, was ein strukturiertes und transparentes Vorgehen unerlässlich macht.
Nutzen Sie die Gelegenheit, ausgewiesene Expertinnen und Experten zum Thema zu hören. Bringen Sie ihre Fragen in die Schlussdiskussion mit. Zu Ihrer flexiblen Einteilung findet das Programm an einem Vormittag online statt.
Ihr Vorteil
- Einführung in ein sensibles Thema
- Information über Verantwortlichkeiten und Pflichten
- Wissens-Update zu den vertraglichen Gestaltungsspielräumen
- Handlungsempfehlungen und Tipps für den Umgang mit Herausforderungen im HR-Alltag
- Fragerunde für konkrete Fragestellungen
- Referierende mit sehr breiter, praxiserprobter Expertise
Zielpublikum
- Vorgesetzte und Personalverantwortliche
- Fach- und Führungskräfte im HR
- Mitglieder der Geschäftsleitung und Abteilungsleitung
- Compliancebeauftragte
- Mitarbeitervertretungen
Kurzprogramm
Konfliktbeilegung: Die Rolle von HR
Konflikte im Team oder zwischen Führungsperson und Mitarbeitenden können schnell Kreise ziehen. Ein rechtzeitiges Angehen eines schwelenden Konflikts ist die beste Möglichkeit, diesen zu lösen, bevor er die Zusammenarbeit belastet. Gerade HR übernimmt in dieser Phase eine tragende Rolle.
Untersuchung: Wenn reden allein nicht ausreichend ist
Gewisse Situationen sind weit mehr als Konflikte. Wenn Grenzüberschreitungen zu Persönlichkeitsverletzungen führen, müssen Arbeitgebende aktiv werden und die vorgeworfenen Sachverhalte untersuchen. Die Untersuchung unterscheidet sich grundlegend vom Konfliktgespräch.
Vertragsauflösung: Wenn eine Trennung unumgänglich wird
Wenn Konfliktbeilegungsmassnahmen nicht greifen oder Integritätsverletzungen festgestellt werden, müssen sich die Arbeitgebenden unweigerlich die Frage nach der Weiterbeschäftigung stellen. Eine bedachte Vorgehensweise verhindert spätere Rechtsstreitigkeiten.