HR Today Blog

«Für sowas wie Zeitdruck haben wir hier keine Zeit!»

Ach, du liebe Zeit! Bei Zeitdruck ist jeder Arbeitstag ein Wettrennen, das Sie bereits gegen die Uhr verloren haben. Doch im KI-Zeitalter soll Rettung nahen. Darauf können wir doch getrost warten? Doch halt, stopp! So einfach ist das nicht. Wie HR das Rätsel des Zeitdrucks im KI-Zeitalter entwirren kann. Oder jedenfalls damit beginnen kann. Wenn die Zeit reicht.

Ächz. Stöhn. Seufz.

Ueli hat wieder mal das Excel-Sheet zu spät abgeliefert.

Und Erika hat ihre Mail wieder mal so formuliert, dass man sie nicht versteht, wenn man nicht in ihrem Kopf lebt.

Und ich war heute zu behäbig unterwegs und wäre ich tüchtiger gewesen, dann hätte ich diesen Schlamassel rechtzeitig ausbaden können, aber jetzt, ja, jetzt muss ich zwei Stunden länger bleiben.

Und eigentlich habe ich doch einen Tisch reserviert für zwei und nun wird «jemand» sauer auf mich sein.

Ueli ist doof. Erika ist doof. Ich bin doof.

Wer solche Gedanken noch nie hatte, möge die erste Beschwerdemail an mich schreiben!

Wohin mit dem Ärger der Arbeitswelt, oder, Moment, dem eigenen Ärger – oder jenem anderer auf uns? Guter Rat (etwa Therapie) ist teuer.

Die Repetition der Mühsal oder: Die Mühsal der Repetition


Doch es gibt Hoffnung! KI wird uns von allem befreien, was uns lästig ist, versprechen KI-Jünger und manch andere vollmundig.

Falls Sie vom Newsletter hierhergekommen sind, willkommen!

Folgenden Gedanken kennen Sie bereits:

Was im Arbeitsalltag lästig ist, entscheiden nicht Sie. Das Versprechen bezieht sich darauf, was für ein Unternehmen lästig ist: Geld ausgeben, das man auch nicht ausgeben könnte.

Darum: Automatisieren.

Insbesondere repetitive Arbeit, weil KI eben repetitive, das heisst berechenbare Dinge gut kann. Was auch berechenbar ist: Zeit.

Nur weil Sie einen bestimmten Task mögen – er also nicht lästig ist –, heisst das nicht, dass Sie ihn einfach weiter tun können, wenn man durch dessen Automatisierung acht Stunden sparen könnte. Was für Sie lästig ist, spielt in dieser Rechnung keine Rolle, denn daraus kann man mit dem HR-Dashboard keine KPI konstruieren.

Aber manchmal fallen die Interessen zusammen: Repetitive Tasks – besonders wenn sie uns unsinnig erscheinen – können schnell lästig sein. Dann nehmen wir die Automatisierung dankend an.

Das Gegenargument zum Eliminieren der Repetition kennen Sie ebenfalls bereits aus dem Newsletter (und wenn nicht, lesen Sie gerne nach, nötig ist es aber nicht – Link folgt): Repetition kann meditativ sein!

  • Im Gym von eins bis zwölf zählen und dabei immer dieselbe Bewegung ausführen, so sehr die Muskeln auch brennen.
  • Zwanzig Karotten klein hacken, auch wenn sie vom Brett überallhin springen und die Küche immer oranger sprenkeln.
  • Im Dunkeln zu einem hypnotischen Technobeat tanzen, auch wenn der Bass Sie an den Rand eines Schädel-Hirn-Traumas treibt.
  • Einen Schal für den kommenden Winter stricken, inestäche, umeschlah, durezieh und abelah – immer wieder –, auch mit Blasen an den Fingern.

Schon beim Lesen spüren Sie vielleicht, wie sich Ihre Schultern und Ihr Kiefer entspannen (und wenn nicht, tun Sie es bitte jetzt!).

Repetition kann erholsam sein und das sirachende Gehirn besänftigen, die Hauptplatine hinter der Stirn runterkühlen.

Seien wir daher nicht zu voreilig, wenn es um das Eliminieren der Repetition geht. Aber auch nicht zu voreilig, aufgrund der anderen Voreiligkeit jedwede Repetition zu sakralisieren.

Bisher wissen wir nur: Repetition alleine kann es nicht sein, die uns lästig wird. Worin besteht also die Last?

Auf der Suche nach der wiederholten Zeit


Ärgerlich und mühselig sind weder Excel-Ueli noch E-Mail-Erika. Aber auch nicht Sie.

In dieser verworrenen Ära unserer Menschheitsgeschichte, die kaum Zeit für Gefühle bereitstellt (Das ist kompliziert und langwierig und das können wir uns in dieser Firma nicht leisten, it's just business!), fällt es zu leicht – und wird zu oft belohnt –, eine unangenehme Empfindung wegzuwischen oder eher: zu verschieben. Eben auf eine repetitive Tätigkeit. Und auf Ueli oder Erika. Oder auf sich selbst. Die am leichtesten zu identifizierenden vermeintlichen Quellen des Ärgers.

Eine Alltagsformulierung: Ärger liegt in der Luft. Vielleicht sind Sie einfach der Pechvogel, der dieses wabernde Ärgermiasma eingeatmet hat. Der Ärger ist gewissermassen auf der Durchreise. Dass er aber in der Luft liegt, verrät Ihnen etwas über die Umstände in diesem Moment, über Sie selbst, über andere Menschen, über das Klima im Betrieb. Wegdrücken ist verlockend, aber den Ärger, das Lästige näher zu befragen – da wird es richtig spannend!

Natürlich kann Repetition mühselig sein! Etwa dann, wenn wir sie als unsinnig empfinden. Wenn wir uns nicht einmal beim besten Willen vorstellen können, dass dahinter ein Sinn steckt, den wir ausgraben und verstehen könnten. Unsinnig erscheint uns auch das, was wir vielleicht einfach sehr ungerne tun, schlicht nicht wollen, leider aber tun müssen. Etwas immer wieder nicht tun wollen, aber dennoch zu müssen, produziert mehr als nur Frust. Zum Beispiel die mögliche Erkenntnis: Nein, das möchte ich nicht mehr.

Das beantwortet aber nun immer noch nicht die Frage, was eine Repetition mühselig macht und worauf uns der Ärger – und die Alltagssprache – weiter hinweist: «Meine Güte, für sowas haben wir keine Zeit!»

Repetitionsraubüberfall


Repetition schenkt uns viele Dinge: Ruhe, einen neu gestrickten Schal und den Skill, so etwas überhaupt tun zu können! Sie schenkt uns Struktur und Sicherheit, etwa in Form von Routine – gerade wichtig in einer tumultuösen Zeit.

Bisweilen stiehlt sie auch wie eine diebische Elster. Sie wissen: Zeit kostet. Und Repetition kostet wiederum Zeit. Ihre Lebenszeit. Lebenszeit, die begrenzt ist (dazu kommt die elende Unsicherheit, wann es denn so weit™ sein wird).

Ein Wasserhahn kann Ihnen die Schlafenszeit repetitiv wegtröpfeln. Und die unsinnige Repetition eines banalen Tasks die Lebenszeit, die Sie anders verbringen möchten.

Der Ärger der Repetition wird durch KI kaum gelöst werden – wir wissen schon eine Weile, dass KI Arbeit verdichtet (heisst: Sie haben dadurch noch mehr Zeit um keine Zeit zu haben!). Ökonomisch völlig logisch. Die Repetition wird durch eine andere Tätigkeit ersetzt. Ob Sie dann denken: Mit diesem Task will ich meine Lebenszeit verbringen – na, das werden wir noch sehen.

Wir kommen der Sache näher: Hier geht es also im Grunde um den Ärger verlorener Zeit. Zeit, die Sie, statistisch gesehen, per Arbeitsvertrag oder Freelancer-Auftrag jemand anderem verkauft haben. Gerade diese Zeit ist mitnichten die Ihrige. Und die verkaufte Zeit müssen Sie dummerweise persönlich miterleben, Abgeben funktioniert hier nicht wie bei einer anderen Handelsware.

Selbst bei den eigentlich meditativen Beispielen können Sie sich nun völlig zu Recht ärgern: Jetzt bin ich sowieso schon gehetzt und dieser HR-Today-Journalist sagt mir, ich soll noch Rüebli schneiden, um mich davon abzulenken, dass ich meine Lebenszeit verkaufe? Auch das noch?

Ich kenne das selbst gut – mit ADHS hat man oft das Gefühl, bestenfalls keine Zeit oder schlimmstenfalls etwas vergessen zu haben. Ich bin kein Schlangenölverkäufer, der Ihnen eine privatisierte Spiritualität empfiehlt, die sich in grandiosen Tipps wie «Lernen Sie die Stumpfsinnigkeit zu lieben» und dem Empfehlen eines semi-illegalen Ayahuasca-Trips mit einem Work-Life-Balance-Schamanen aus dem Zürcher Kreis 5 erschöpft.

Nicht alles ist eine Lektion. Manchmal ist etwas einfach blöd. Das ist die banalste Lektion in diesem Artikel, die knapp nicht blöd ist.

Was der Bauer nicht weiss, das kümmert ihn nicht


Es ist in Wahrheit noch bitterer: Die Zeit selbst stiehlt Ihnen die Zeit. Oder präziser: Das, was wir aus ihr und mit ihr machen.

Wir leben in einer konstanten Lawine. Ablenkung, Tasks, Neues, Neues, das schon wieder alt ist, Unwichtiges, das angeblich wichtig sei (so wie dieser Text) – und alles ist fürchterlich dringend! Das erfordert Priorisierung! Sie kennen es so gut wie ich. Womöglich gar besser.

Ein mittelalterlicher Bauer wäre darob erschreckt. Für ihn war es anders. Da starb im Nachbardorf mal eine Kuh, was man drei Tage später über verschiedene Ecken in der Schänke erfuhr und das Highlight des Jahres war die Nachricht, dass die Müllerstochter im nächsten Frühling heiraten wird, jedenfalls sofern denn bis dahin niemand stirbt.

Schauen Sie in Ihre WhatsApp-Nachrichten. Wann haben Sie das letzte Mal etwas geschrieben wie: «Mein Zug kommt um 17:48 Uhr an und dann bin ich in zwei bis fünf Minuten im Restaurant, sorry für die Verspätung!»?

Waldemar wäre anno 1424 mit so einer Nachricht heillos überfordert gewesen: «Mein Bruder, bitte, was erzählt Ihr da? Theophrast hat gesagt, wir treffen uns nach Sonnenuntergang in der Schänke!»

Nun haben wir Schlauberger die Dreizelgenwirtschaft zu unserer heutigen Ökonomie weiterentwickelt. Heisst: Wir haben nicht einfach den Salat, sondern etwa viertausend Salate gleichzeitig. Die Zeit können wir zwar berechnen, planen, einteilen, verkaufen, kaufen, bejubeln und beklagen, aber nicht zurückdrehen.

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Die Zeit wird – sonderbarerweise – immer allzählbarer, ob durch Zeiterfassungen, an Zeit gekettete KPI, Badgesysteme, Performancedashboards, Stopp-, Sand- oder Sonnenuhren.

Wir erhoffen uns dadurch mehr Planbarkeit (also Kontrolle!), sehen am Ende aber kurios überrascht: Der Tag hat tatsächlich vierundzwanzig Stunden. Aber auch 1440 Minuten. Und 86'400 Sekunden. Jede davon ist wichtig. Und jede davon will erfasst werden! In jeden Moment passen noch zwei Tasks. Jeder Blick auf die Uhr verrät – erinnern Sie sich, wir sind in einer Lawine! –, wie lange es noch geht, bis der Sauerstoff ausgeht oder der Bonus auf dem Konto landet.

Währenddessen bimmeln inmitten dieses Chaos Notifications und blinken Kalenderreminder als wären wir im Casino, in dem wir unsere Lebenszeit verspielen oder eventuell zurückgewinnen (wobei, wie man sagt: The house always wins). 

Am Schluss können wir uns kaum entscheiden: Ging dieser Tag jetzt zu schnell oder zu langsam vorbei? Oder beides

Klar ist: Die Zeit läuft einfach. Das können wir nicht kontrollieren. Nur messen.

Ein kurzer Exkurs

 

Was sie hoffentlich wussten: Einstein hat einen Nobelpreis gewonnen. 

Was sie vielleicht wussten: Albert Einstein hat ihn nicht für die Entdeckung der Relativitätstheorie gewonnen, sondern für jene des photoelektrischen Effekts. 

Was Sie wahrscheinlich nicht wussten: Einer der überlieferten Gründe, weshalb Einstein den Preis nicht für die Relativitätstheorie erhalten haben soll, war eine vielbeachtete Debatte zwischen ihm und dem französischen Philosophen Henri Bergson. Dieser stellte zwar die Relativitätstheorie nicht in Abrede, befand aber, Zeit habe jenseits der physikalischen Realität offensichtlich dennoch eine stets unterschiedliche Dauer. Sie kennen es persönlich, manche Nachmittage vergehen einfach langsamer als andere, insbesondere, wenn sie alle 20 Minuten auf die Uhr starren und erst 20 Sekunden vergangen sind.


Sie glauben vielleicht, ich übertreibe mit dieser hypochondrischen Sekundenspalterei und das sei alles viel zu abstrakt. Aber: Falls Sie sich zum Beispiel noch nie Gedanken darüber gemacht haben, welche Minuten jetzt genau als Arbeitszeit zählen und ob Sie diese zwei Minuten noch aufschreiben sollen – jemand hat darüber nachgedacht! Ausnahmsweise nicht ich, sondern SVP-Nationalrätin Therese Schläpfer.

Sie sagte dem Homeoffice für Bundesangestellte im Frühling den Kampf an. In ihrer Begründung weist sie dabei auf Mitarbeitende hin, die jeden Tag zwei, drei Minuten mehr arbeiten müssen, womit sich, ganz gemäss dem Sprichwort «Kleinvieh macht auch Mist», manche Firmen am Ende die betriebsfreie Zeit über Weihnachten reinholen würden.

«Hast du kurz Zeit?»


Wer also soll bitteschön Zeit haben für Repetition, wenn die Zeit schon durch ihre blosse Planbarkeit in diesem ökonomischen System logischerweise zu drücken beginnt? Die Antwort ist hier nicht niemand. Sie ist auch nicht «die Anderen» (für irgendjemanden zählt man immer zu «den Anderen», wie ich mal beim Lesen eines «Calvin & Hobbes»-Cartoons gelernt habe). Die Antwort ist: Sie.

Darüber, wie die Arbeitszeit verbracht wird, entscheidet die Strategie (und man muss beeindruckt zugeben, das klingt clever!) und das involviert nun eben Sie, die Ihre Zeit verkauft haben.

Viele Repetition ist für Sie also darum höchst ärgerlich und unsinnig, weil sie oft optimierbar wäre und die Zeit dafür angenehmer verbracht werden könnte. Die sowieso schon verkaufte Lebenszeit wird Ihnen damit sogar unzeitgemäss gemacht – und das, obendrein, aufgrund der genauen Messbarkeit jedweden Arbeitsschrittes, noch unter Zeitdruck! Fragt Sie dann ein Mitarbeiter: «Hast du kurz Zeit?», denken Sie vielleicht hin und wieder: «Mein Freund, die Zeit hat mich. Und sie gehört jemand anderem.»

Selbst Franz Kafka hätte an dieser Stelle aufgegeben. Bis Sie sowas am Abend wegmeditiert haben, schellt morgens schon wieder der Wecker.

Jetzt sind wir der Antwort auf die Frage nach der Mühseligkeit der Repetition noch ein paar Schritte näher: Natürlich nervt Repetition, wenn man keine Zeit hat und einem gefühlt immer weniger davon gegeben wird und man sich weniger und weniger davon zurücknehmen kann.

Des Rätsels potenzielle Lösung und die Zukunft von HR


Zwei Aufgaben, die Sie als HR-Professional darum nun haben (Hausaufgabenhefte raus!):

Die erste Aufgabe:

Gehen Sie grosszügig mit der Zeit um, statt damit zu geizen, und wenn Sie zum Geiz verleitet werden, kämpfen Sie dagegen an. 

Denken Sie daran: Zeit ist Shareholdergeld, aber auch Lebenszeitgeld. Damit auch Ihres.

Denken Sie weiterhin daran: Mehr KPI führen nicht magisch zu mehr Zeit, sondern können die Zeit selbst paradox knapp machen. 

Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden über ihre Zeit verfügen. Das gibt derselben Zeit mehr Raum.

Die zweite Aufgabe:

Derzeit wird oft repetiert – ironischerweise gefühlt so oft wie in diesem Text das Wort Repetition –, KI werde zu tiefgreifenden Umwälzungen und Reorganisationen in der Arbeitswelt führen. Meist wird dabei nicht weiter elaboriert, was das heisst.

Meine These: Die Aufgabe von HR wird sich im Falle einer KI-Zukunft nicht darum drehen, welche Tools und welche Pipelines und welche Timings und welche KPI und… Sie verstehen.

Nein, die Aufgabe von HR wird sein, die Arbeit der Zukunft – ihren Inhalt und ihre Bedeutung – wirklich zu erfassen und darauf im Sinne der Menschen, die wir alle sind, zu reagieren, was immer das auch bringen mag. Sie kennen den Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeitenden besser als jeder CEO. Hoffe ich zumindest.

Wenn HR eine von vielen möglichen Zukünften mitgestalten will – und kann –, bedeutet das, dass wir uns vielleicht über grundlegende Dinge Gedanken machen müssen, sogar über solche, die wir etwas lächerlich finden. So wie jene in diesem Text.

Nicht selten höre ich HR-Profis fragen, worin denn Arbeit in Zukunft überhaupt noch bestehen werde. Da das nun offenbar eine denk- und tatsächlich fragbare Frage geworden ist, scheint mir das genauere Nachdenken über eines der zentralen Elemente der Arbeit – Arbeitszeit – nicht verkehrt und ganz und gar nicht verschroben.

Ich glaube, die Beantwortung der wichtigsten aller Fragen – wie immer zum Schluss – könnte uns dabei tatsächlich viel verschwendete Lebenszeit und Ärger ersparen.

Nun ist es mittlerweile 19.29 Uhr und dieser Blog muss morgen früh online. Aufgrund des Zeitdrucks kann ich Ihnen diese essenzielle Idee leider nicht mehr mitteilen, da ich so spät abends nicht mehr die, äh, verbale Gewalt entfesseln kann, die Sie sonst von mir gewohnt sind. Geben Sie ausserdem bitte zu: Dieser Text ist ohnehin schon zu lang. Das Lesen hat ja auch schon viel Zeit gekostet, die Sie eigentlich nicht haben.

Man könnte mir nun vorwerfen, das hätte speditiver gehen sollen. Schliesslich habe ich diesen Text drei Mal neu begonnen (einmal kam «Conan der Barbar» drin vor, fragen Sie nicht!), aber ohne diese Reiterationen wäre ich nicht zu dieser Epiphanie gelangt – auf die Frage aller Fragen – die ich Ihnen nun rein zeitlich bedauernswerterweise trotzdem nicht mehr mitteilen kann. 

Die Zeit hat uns beiden etwas gestohlen. So ein Pech aber auch!

Wenn Sie aber bis hierhin gelesen haben, vertraue ich darauf, dass Sie als HR-Profi genau wissen, welche Frage ich hier meine.

Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Ein Ge–

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Porträt einer Person mit mittellangem, leicht gewelltem Haar und Bart, vor einem neutralen, strukturierten Hintergrund. Die Person trägt ein Hemd mit kleinen Punkten, schaut leicht zur Seite und lächelt subtil. Das Bild ist in Schwarz-Weiss gehalten.

Robin Adrien Schwarz ist Online-Redaktor bei HR Today. Er befasst sich vor allem mit Themen am Überschneidungspunkt von Politik, Gesellschaft und Technologie. rs@hrtoday.ch

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