Yvonne Schorno leitet das HR des traditionsreichen Backwarenherstellers HUG – mit Weitblick, Wertschätzung und einer klaren Haltung zu Führung, Kultur und Personalstrategie.
Besteht eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit aufgrund arbeitsplatzspezifischer Umstände, ist die Situation für die Arbeitgeber oft unklar. In solchen Fällen sind die Betroffenen verpflichtet, wahrheitsgemäss Auskunft zu geben, ob die vertraglich geschuldete Leistung an einem anderen Arbeitsort möglich ist.
Codes, die unklar oder mehrdeutig sind, dürfen in Arbeitszeugnissen nicht verwendet werden. Ebenso unstatthaft ist es, gewisse Tatsachen und Verhaltensweisen aus wohlwollenden Gründen nicht zu erwähnen, wie ein Bundesgerichtsurteil zu qualifiziertem Schweigen festhält.
Nach einer Kündigung ist das Selbstvertrauen bei vielen Menschen angeknackst. Helfen kann in einem solchen Fall eine professionelle Outplacement-Beratung. Dabei muss sich die betroffene Person auch überlegen, ob ein genereller Wechsel der Richtung nicht auch eine Möglichkeit ist, wieder ins Berufsleben einzusteigen.
Ende 2008 fragte sich manche HR-Leitung, ob der demografische Wandel überhaupt ein Thema sei. Heute stellt sich die Frage nicht mehr. Deutliche Signale wie Fachkräftemangel, Migration, Geburtenrate oder überalterte Bevölkerung zeigen, dass das Problem in der Schweiz angekommen ist. Die Prognosen sind eindeutig und nicht mehr von der Hand zu weisen.
Das IAP – Institut für Angewandte Psychologie – an der ZHAW verfasste die erste quantitative Studie zur individualisierten alternsgerechten Führung. Darin werden Wahrnehmungen, Einstellungen sowie Verhaltensweisen von Führungskräften untersucht. Als erste Publikation veröffentlicht HR Today wesentliche Teile und zentrale Ergebnisse.
Es ist längst kein Geheimtipp mehr, dass ältere Mitarbeiter durch ihr breites Erfahrungswissen ein Erfolgsfaktor für Unternehmen sind. Und dass es im Hinblick auf den demografischen Wandel ein Fehler ist, Mitarbeiter über 50 zum alten Eisen zu zählen. Doch wie kann eine individualisierte, generationale Führung in der Praxis aussehen?
KMU leben Diversity, Grossunternehmen haben eine Politik dazu. HR-Verantwortliche sind mutiger als die Linie, lassen aber Bottom-up-Ansätze zu wenig zu. Solche und weitere Thesen über Diversity, Rolle des HRM und Verbesserungsmöglichkeiten in Sachen alternsgerechte Personalpolitik bespricht der Coach Michael Kres mit HR Today.
Die Demografiekurve zeigt es unerbittlich: Bald werden viele erfahrene Mitarbeitende in Pension gehen. Ihr Wissen für die Firma zu erhalten, ist eine grosse Herausforderung. Nicht die einzige, denn es zeigt sich: Alle können von allen lernen. Aber nur wenn der Bauch mitspielt.
Laut Szenarien der Bevölkerungsentwicklung sinkt die Anzahl der jungen Menschen, während die Gruppen älterer und alter Leute zunehmen. Für den knappen Arbeitsmarkt werden diese unausgewogenen Altersstrukturen und der fehlende Nachwuchs zu einer Realität, von welcher wir zurzeit einen kleinen Vorgeschmack erhalten.